Seed Fonds II Aachen investiert in Medical Adhesive Revolution GmbH

Kapital für die Entwicklung und Zertifizierung eines innovativen Gewebe- und Organklebers zur medizinischen Verwendung

Aachen, 05. März 2014

Der „Seed Fonds II für die Region Aachen GmbH & Co. KG“ (Seed Fonds II) beteiligt sich gemeinsam mit der KfW und einer Gruppe von Privatinvestoren aus dem Unternehmensumfeld in Form einer Kapitalerhöhung an der Medical Adhesive Revolution GmbH (MAR). Das Aachener Unternehmen wurde 2013 durch die vier Gründungsgesellschafter und Experten Prof. Dr. Malte Brettel, Prof. Dr. René Tolba, Dr. Heike Heckroth und Marius Rosenberg unter Einbindung der RWTH gegründet. Es erhält einen siebenstelligen Betrag zur Entwicklung und Zertifizierung eines innovativen Polyurethan-basierten Gewebe- und Organklebers für die medizinische Verwendung im menschlichen Körper. Das bereits weit fortgeschrittene Entwicklungsstadium ist Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Aachen.

Medizinischer Kleber verschließt Wunden in Sekunden
Die Medical Adhesive Revolution GmbH hat einen Wundkleber entwickelt, der sich in verschiedenen Bereichen anwenden lässt: Der Entwicklungsfokus liegt dabei auf der Anwendung im Körper und ist damit gleichzeitig der weltweit erste synthetische und biologisch abbaubare Wundkleber, der die hohen Anforderungen der Chirurgen erfüllt. „Seine verhältnismäßig günstige und simple Herstellung, die einfache Handhabung und sein breites Anwendungsgebiet sind die Eigenschaften, die den ‚Wunderkleber‘ auszeichnen“, sagt Marius Rosenberg, Geschäftsführer der MAR. „Darüber hinaus lässt er sich steuerbar abbauen, ermöglicht die Integration von Medikamenten, reduziert erheblich die Infektionsgefahr und verschließt auch größere Wunden innerhalb von Sekunden.“ Seine hohe Viskosität und Elastizität sorgen für eine gezielte Anwendung. Eingesetzt wird das innovative Produkt beispielsweise beim Stoppen von starken Blutungen (an Organen) oder beim luftdichten Verschluss (z.B. bei Lungenperforation). Ein weiterer Wundkleber ermöglicht den topischen Einsatz auf der Haut zum Schließen von Schnitt- und Platzwunden. Das Produkt soll nach erfolgreicher Zertifizierung noch 2014 auf den Markt kommen. Insbesondere kann dieser Wundkleber im Bereich der plastischen Chirurgie, der Sportmedizin und bei Rettungsdiensten eingesetzt werden.

Gesicherte Wettbewerbsposition
Die Nachfrage nach Wundklebern ist hoch, daher besitzt der MAR-Wundkleber hohes Wachstumspotential. „Der MAR-Wundkleber ist den bisherigen Wettbewerbsprodukten in Bezug auf die Stärke der Klebewirkung, der Aushärtungsgeschwindigkeit sowie der Einfachheit der Anwendung klar überlegen“, sagt Harald Heidemann, Geschäftsführer der Managementgesellschaft des Seed Fonds II Aachen. „Die Wettbewerbsvorteile von MAR sind aufgrund der hohen Markeintrittsbarrieren, der Patente und des bereits weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums enorm.“